News

24. Juni 2026

Acht TUDa-Start-ups im Halbfinale des Hessischen Gründerpreises

Acht Gründungen der TU Darmstadt haben sich für das Halbfinale des Hessischen Gründerpreises 2026 qualifiziert.

Acht Gründungen der TU Darmstadt haben sich für das Halbfinale des Hessischen Gründerpreises 2026 qualifiziert. Sieben treten in der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“ an, eines in der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“. Insgesamt haben 48 hessische Start-ups den Sprung ins Halbfinale geschafft – der Wettbewerb verteilt sich auf vier Kategorien: „Gründung aus der Hochschule“, „Innovative Geschäftsidee“, „Zukunftsfähige Nachfolge“ und „Gesellschaftliche Wirkung“.

Die acht Kandidaten im Überblick

In der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“ sind sieben Teams aus dem TU-Umfeld dabei:

 

  • Akaris richtet sich an Menschen, die im Winter unter Energiemangel und schlechtem Schlaf leiden. Das Start-up hat eine Lichttherapiebrille entwickelt: Sie wird wie eine gewöhnliche Brille getragen und strahlt LED-Licht auf die Augen. Morgens macht sie wach, abends hilft sie beim Abschalten – und ersetzt damit sperrige Tageslichtlampen.
  • Fablon arbeitet an der Produktion von Kulturfleisch: echtes Fleisch aus Tierzellen, gezüchtet ohne Schlachtung. Das Problem: Bisher braucht man dafür teure Großanlagen. Fablon baut kompakte, modulare Biodrucksysteme, die sich dezentral einsetzen lassen und den Einstieg in die Kulturfleischproduktion erschwinglich machen. Das TU-Spin-out hat zwei Professoren im Gründungsteam.
  • Fenexity löst ein tägliches Planungsproblem für Betreiber von Elektrobus- und E-Lkw-Flotten: Welches Fahrzeug lädt wann, ohne das Netz zu überlasten und den Betrieb zu gefährden? Die Software von Fenexity berechnet das automatisch – auf Basis von Fahrplänen, Energiepreisen und Netzgrenzen.
  • Genow hat beobachtet, dass Vertriebsteams in großen Unternehmen zu viel Zeit damit verbringen, interne Dokumente zu durchsuchen, statt Kunden zu betreuen. Das 2023 gegründete TU-Spin-off stellt das Wissen eines Unternehmens per KI auf Knopfdruck bereit. Bislang hat Genow 1,65 Millionen Euro Kapital eingeworben, unter anderem vom High-Tech Gründerfonds.
  • MediEm setzt dort an, wo Pflegekräfte täglich wertvolle Zeit verlieren: bei veralteten Notruf- und Kommunikationssystemen in Krankenhäusern. Das 2023 gegründete Start-up entwickelt eine intelligente Infrastruktur, die Notrufe schneller weiterleitet und die Reaktionszeiten im Ernstfall verkürzt.
  • OptiMigration greift ein bekanntes Problem auf: Einwanderungsverfahren in Deutschland dauern zu lange, Ausländerbehörden sind überlastet. Die KI-gestützte Software soll die Bearbeitungszeiten um bis zu 80 Prozent verkürzen und ist DSGVO-konform in Deutschland entwickelt.
  • QiTech schließt eine Lücke in der 3D-Druck-Industrie: Wer druckt, produziert Plastikabfall – und kauft teures Filament dazu. QiTech stellt Filament aus recyceltem Kunststoff her und baut Maschinen, mit denen Anwender ihr Material selbst produzieren können.

In der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ tritt ebenfalls ein Team aus dem TU-Umfeld an:

 

  • Productionary richtet sich an kleine und mittlere Fertigungsunternehmen, die oft nicht wissen, was in ihrer Produktion gerade schiefläuft. Die Software liefert Echtzeit-Daten über laufende Prozesse, macht Engpässe sichtbar und hilft, Durchlaufzeiten zu senken. Neue Hardware ist dafür nicht nötig.

Darmstadt: ein Standort mit Gewicht

Dass gleich acht Teams der TU Darmstadt das Halbfinale erreicht haben, überrascht nicht. Die TU Darmstadt ist die einzige Technische Universität des Landes Hessen. Ihr Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST hat seit seiner Gründung mehr als 200 Start-ups auf dem Weg in den Markt begleitet. Als führender Tech-Inkubator der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main setzt HIGHEST gezielt auf Deep Tech und Green Tech. Mit Partnern wie Futury, TechQuartier und ryon ist ein Netzwerk entstanden, das Gründenden von der ersten Idee bis zur Skalierung Unterstützung bietet.

Wir von HIGHEST freuen uns mit den acht Teams und gratulieren herzlich. Das Halbfinale findet im September 2026 in Offenbach statt. Auf das Finale am 6. November sind wir schon gespannt. Wir drücken die Daumen.

Bleib auf dem Laufenden mit dem HIGHEST-Newsletter