© PTW TU Darmstadt | Fotografie: Jan Hosan
TU Darmstadt/HIGHEST und IHK Darmstadt begrüßen die Start-up-Strategie 2030 des Landes Hessen und sehen darin einen klaren Auftrag zur Profilierung. Werden Darmstadts Stärken im Deep-Tech-Bereich – wie avisiert – weiter ausgebaut, profitiert davon auch Hessens internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Darmstadt, 18. Juni 2026. Die Technische Universität Darmstadt und die Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein Main Neckar begrüßen, dass das Land Hessen Start-ups zunehmend strategisch begleiten und systematisch fördern will.
„Wir befürworten das Ziel der Start-up-Strategie, aus vielen wertvollen einzelnen Aktivitäten ein integriertes, und damit noch stärkeres Start-up-Ökosystem in Hessen zu schaffen“, sagt Prof.in Dr. Tanja Brühl, Präsidentin der Technischen Universität Darmstadt.
Für Darmstadt avisiert die Start-up-Strategie die thematischen Cluster Deep-Tech und Green-Tech, Luft- und Raumfahrt sowie Daten und KI. TU Darmstadt und IHK Darmstadt werten das als wichtiges Signal und leiten daraus einen Auftrag zur Schaffung eines Deep-Tech-Clusters in Darmstadt ab. Aus ihrer Sicht braucht es nun ein klares Bekenntnis der Landesregierung, die Strategie dahingehend zu operationalisieren.
„Entscheidend ist jetzt, dass die Strategie an den Orten umgesetzt wird, an denen die jeweiligen Grundlagen und Stärken bereits vorhanden sind”, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Robert Lippmann. „Für Deep-Tech ist dieser Ort in Hessen Darmstadt.“
Stärken ausbauen und Lücken schließen
Bereits heute ist Darmstadt ein zentraler Ort für wissenschaftsbasierte Tech-Gründungen, der von Akteuren wie der TU Darmstadt als einzige Technische Universität des Landes Hessen und Gründerzentren wie HIGHEST, HUB31 und cesah geprägt wird. In den vergangenen zehn Jahren wurden aus dem Darmstädter Ökosystem heraus mehr als 300 Start-ups gegründet; knapp 250 davon sind weiterhin aktiv. Zusammen haben diese Unternehmen rund 595 Millionen Euro privates Kapital eingeworben und zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen. Zu den technologieorientierten Gründungen aus Darmstadt zählen beispielsweise Focused Energy, Wingcopter, Energy Robotics, etalytics und Magnotherm.
„Darmstadt verbindet Forschung zu relevanten Zukunftstechnologien, Gründung und industrielle Anwendung in besonderer Weise“, sagt Prof.in Dr. Tanja Brühl. „Entscheidend ist jetzt, aus dieser strategischen Verankerung noch leistungsfähigere Strukturen zu entwickeln – vor allem dort, wo wissenschaftsbasierte Gründungsteams aus Forschungsergebnissen Prototypen, Anwendungen und Unternehmen machen. Damit wir auch im Wettbewerb mit hochattraktiven Innovationshubs im Ausland bestehen können.“
Die TU Darmstadt und IHK Darmstadt haben hierbei eine klare Herausforderung wissenschaftsbasierter Gründungen im Blick: Im Deep-Tech-Bereich entscheidet nicht allein die wissenschaftliche Idee über den Erfolg, sondern die Fähigkeit, die Idee schnell in Prototypen, Tests und die industrielle Anwendung zu bringen. Die Start-ups benötigen zudem Zugang zu Pilotkunden, Kapital, Beratung zu Produktschutz und Patenten sowie regulatorische Unterstützung. Genau diese Lücke in der frühen Entwicklungsphase kann ein Darmstädter Deep-Tech-Cluster schließen, indem es Forschungsteams, Start-ups, Unternehmen und Kapital systematisch zusammenführt.
Hierfür braucht es neben privaten Investitionen und unternehmerischem Engagement auch eine gezielte Unterstützung des Landes Hessen.
Positive Effekte auf Wirtschaftsstandort
Von einer Stärkung des Darmstädter Gründungsstandorts erwarten IHK und TU Darmstadt positive Auswirkungen auf die Wirtschaft als Ganzes. „Das Darmstädter Deep-Tech-Cluster ist ein Wirtschaftsprojekt, durch das Hessen international an Wettbewerbsfähigkeit gewinnt“, sagt Lippmann. „Unsere Unternehmen brauchen Zugang zu neuen Technologien, Gründungsteams und Talenten. Umgekehrt brauchen Deep-Tech-Start-ups industrielle Partner, erste Kunden und reale Anwendungsfelder. Genau diese Verbindung müssen wir systematisch organisieren – mit Unternehmen, privaten Geldgebern und dem Land Hessen.“
Zu den nächsten Schritten gehören die fortgesetzte Abstimmung mit regionalen Partnern, die gemeinsame Ausarbeitung eines Cluster-Konzepts, Gespräche mit Unternehmen, privaten Investorinnen und Investoren, Infrastrukturpartnern sowie dem Land Hessen zu gemeinsamen Prototyping-, Test- und Pilotierungsangeboten. Zudem wollen TU Darmstadt/HIGHEST und IHK Darmstadt Formate vertiefen, die Forschung, Start-ups, Industrie und Kapital gezielt zusammenbringen.
Region unterstützt das Darmstädter Deep-Tech-Cluster
„Wir erleben jeden Tag, welches enorme Potenzial in den Natur- und Ingenieurwissenschaften steckt. Da entstehen Technologien, die ganze Branchen verändern können“, erklärt Charlie Müller, Managing Director von FUTURY. „Deshalb haben wir mit der TU Darmstadt und unserem Universitätsverbund im Rahmen unserer gemeinsamen Startup-Factory-Initiative Anfang 2025 einen besonderen Fokus auf Deep-Tech gelegt. Unser Anspruch ist es, diese Innovationen nicht im Labor zu belassen, sondern sie gemeinsam mit Industrie, Investoren und starken Partnern möglichst schnell in die Anwendung zu bringen. Gleichzeitig arbeiten wir mit den Hochschulen daran, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit aus wissenschaftlichen Erkenntnissen erfolgreiche Unternehmen entstehen können.“
Pressekontakt
TU Darmstadt
Constanze Bradlaw
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Telefon: +49 6151 16 20600
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Pressesprecherin
Telefon: +49 6151 871 1265
E-Mail: julia.van-Lottum@darmstadt.ihk.de