Harald Holzer auf dem Podium (Foto: EU Science Innovation)
Wie wird aus Spitzenforschung marktfähige Innovation? Diese Leitfrage stand bei den European Research & Innovation Days 2025 im Mittelpunkt – und die TU Darmstadt mit ihrem Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST war mittendrin. Im Panel „Let’s talk business – how to commercialise breakthrough research“ brachte HIGHEST-Geschäftsführer Harald Holzer konkrete Erfahrungen aus der Praxis ein.
Drei Kernbotschaften aus Darmstadt – klar, umsetzbar, wirkungsvoll
Kooperation statt Silos: Mit der Future Factory Futury bündeln TU Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt, Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Frankfurt School of Finance & Management ihre Kräfte – 100.000 Studierende, 15.000 Forschende, über 100 Unternehmen. Ergebnis: ein schlagkräftiges Ökosystem mit kritischer Masse statt isolierter Inseln.
Vom Labor in den Markt: Das Programm INNOVATE–CREATE–SCALE bei Futury beschleunigt den Transfer von Forschung und Startup-Ideen in die Anwendung – mit frühem Unternehmensfeedback und eigenen VC-Investments.
IP ohne Hürden: Die TU Darmstadt setzt mit IP4Shares auf virtuelle Anteile am geistigen Eigentum. Das schafft klare Eigentumsverhältnisse, schnelle Verträge und investorenfreundliche Cap Tables – gründungsnah, skalierbar, fair.
Warum das jetzt zählt
Europa braucht Tempo. Spin-offs müssen einfacher entstehen, Investoren früher einsteigen, Forschungsideen schneller Märkte erreichen. Der Auftritt von HIGHEST bei den R&I Days unterstreicht: Wenn Universitäten kooperieren, Prozesse schlank sind und Unternehmen früh an Bord kommen, entsteht das Momentum für echte Durchbrüche.
Unser Appell
Am Ende braucht es einen Mentalitätswandel: Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollten sich von Gatekeepern zu Wegbereitern entwickeln. IP4Shares zeigt, dass dieser Wandel möglich ist – und Wirkung entfaltet.
Heike Jüngst/Claudia Becker