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16. Dezember 2025

From Falling Cans to Future Robotics – UChicago x TU Darmstadt @ Telekinesis

Universität Chicago zu Gast bei HIGHEST und TU Darmstadt: 36 Studierende erkunden DeepTech-Ökosystem und Robotik-Spin-offs

Studierende der Uni Chicago zu Besuch bei Telekinsis - Blick ins Labor
Studierende der Uni Chicago zu Besuch bei Telekinsis - Labor
Studierende der Uni Chicago zu Besuch bei Telekinsis

Bild: Claudia Becker


Darmstadt/Frankfurt. 36 Studierende der Universität Chicago waren zu Gast bei HIGHEST und an der TU Darmstadt. Organisiert wurde das Programm von Chiara Montanari in Zusammenarbeit mit dem Center for International Careers der Universität Chicago. Ziel des Besuchs: Karrierewege in Richtung Gründung sichtbar machen, Jobchancen ausloten und Kontakte für Praktika sowie Berufseinstiege in Europa aufbauen.

Die Delegation ist Teil einer größeren Initiative der Universität Chicago: Insgesamt halten sich aktuell rund 700 Studierende in Europa auf, um Länder, Unternehmen und Arbeitsmärkte kennenzulernen – und Netzwerke für spätere Stationen zu knüpfen.

Einblick in die Startup-Infrastruktur an der TU Darmstadt

Zum Auftakt am Montag besuchte die Gruppe HIGHEST und die TU Darmstadt. Sabine Remmert stellte HIGHEST als Innovations- und Gründungszentrum vor und gab Einblicke in die FUTURY Startup Factory – inklusive des Netzwerks aus Hochschulen, Wirtschaftspartnern und Investoren.

Im Feedback der Studierenden fiel vor allem ein Punkt auf: Der Ansatz wirkte „überraschend hands-on“ – und zugleich stark hochschulübergreifend vernetzt. Mehrere Teilnehmende beschrieben den Besuch als Perspektivwechsel: weg vom rein akademischen Blick, hin zu konkreten Wegen, wie Forschung und Technologie in Startups münden können.

Bei Telekinesis: Robotik zum Anfassen – inklusive Learning by Doing

Am Dienstag ging es weiter nach Frankfurt zum TU-Darmstadt-Spin-off Telekinesis. Co-Founder Arjun Vir Datta und Christian Castro Büch sprachen mit der Gruppe über ihren Weg als Team – aktuell rund zehn Personen in einem Büro – und über die Dynamik, die den Alltag in einem Startup prägt.

Inhaltlich skizzierten sie ihre Vision klar: „Irgendwann wird jeder von uns einen Roboter haben – so wie heute ein Handy.“ Telekinesis arbeite daran, Robotern das „Lernen“ zu ermöglichen und sie einfacher zu programmieren – bildlich gesprochen: das „Gehirn“ des Roboters.

Auch kritische Fragen hatten Platz, etwa zur ethischen Dimension von KI und zu Auswirkungen auf Arbeit. Büch beschrieb es als eine der zentralen Fragen seit seinem Einstieg: KI werde vieles verändern – und Gesellschaften müssten Arbeit neu definieren.

Ein Moment blieb vielen besonders im Kopf: Beim Team-Rundgang durften die Studierenden selbst einen Roboter programmieren – Aufgabe: eine Getränkedose greifen, rüberschwenken und in einen Becher einschenken. Der Ablauf funktionierte, beim ersten Versuch allerdings mit einer unerwarteten Wendung: Der Roboter ließ die Dose zu früh los, die Dose war weg – Lachen im Raum, und gleichzeitig ein sehr konkretes Learning. Wenn Menschen und Roboter zusammenarbeiten, gehört „Trial and Error“ dazu.

Unterstützung von Anfang an – und Kontakte für morgen

Auf die Frage nach der Rolle von HIGHEST in der Frühphase machten die Gründer deutlich, dass die Unterstützung sehr früh begann – bis hin zu einem ersten Investment, das für Telekinesis ein entscheidender Sprung war. Für die Studierenden schloss sich damit der Kreis: von der Infrastruktur an der Universität bis zur Realität im Startup-Alltag.

Und wer weiß: Vielleicht sieht man sich wieder – im Praktikum oder beim Berufseinstieg.

Text: Claudia Becker

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