News

16. Juli 2025

Futury gewinnt EXIST Leuchtturmwettbewerb Startup Factories des BMWE

Team Future Factory TUDa

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert Futury als eines der bundesweit besten Startup-Ökosysteme mit Industriebezug und internationaler Strahlkraft

Frankfurt a.M., 10. Juli 2025 – Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat heute in Berlin die Gewinner des EXIST-Leuchtturmwettbewerbs Startup Factories bekannt gegeben – und Futury gehört dazu. Damit ist Futury offiziell eine der deutschlandweit zentralen Startup Factories, die in den kommenden fünf Jahren mit maßgeblicher Unterstützung des Bundes die Gründungslandschaft in Deutschland transformieren werden.

Der Wettbewerb zielt darauf ab, hochschulübergreifende, regional verankerte und international sichtbare Startup-Ökosysteme zu etablieren, die langfristig tragfähige Geschäftsmodelle und starke Verbindungen zu bestehenden nationalen und überregionalen Wertschöpfungsketten schaffen. Das BMWE verdoppelt bei den Gewinnern des Wettbewerbs die aus der Wirtschaft und bei Philanthropen eingeworbenen Fördersummen von bis zu 10 Millionen Euro. Das bedeutet für Futury, dass die eingeworbenen 10 Millionen Euro durch das BMWE nun auf insgesamt 20 Millionen Euro erhöht werden.

Futury überzeugte die Jury mit seinem einzigartigen Ansatz, ein industriegetriebenes Gründungsökosystem in der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main zu etablieren – unter enger Einbindung von Wissenschaft, Industrie, Politik und Kapitalgebern.

Damit ist Futury die Antwort auf ein seit Jahren konstatiertes Problem: Deutschland ist nach wie vor ein Land der Innovationen: International belegt Deutschland Platz 8 von 132 Ländern im Global Innovation Index 2023 und Deutschland ist Europameister bei Patenten.

Aber schon im europäischen Vergleich wird deutlich, wo unsere Schwachstelle liegt: Laut der Daten- und Analyseplattform DEALROOM kann Großbritannien über 40 Unicorns vorweisen, Deutschland kommt auf rund 20 Startups, die schon vor dem Börsengang mit mindestens 1 Milliarde US-Dollar bewertet sind. Auch Schweden und Israel lassen Deutschland im Ranking hinter sich. Futury ist die Antwort, die Innovationskraft in Deutschland auch wirtschaftlich erfolgreich werden zu lassen.

„Wir freuen uns außerordentlich über die Auszeichnung als Startup Factory. Sie ist Anerkennung und Auftrag zugleich: Gemeinsam mit unseren Partnerhochschulen und Unternehmen wollen wir einen Ort schaffen, an dem aus Forschung unternehmerische

Realität wird – europaweit sichtbar und nachhaltig verankert,“ erklärt Charlie Müller, Founder & Managing Director von Futury.

Müller weiter: „Wir gratulieren allen Startup Factory-Initiativen zu ihren großartigen Konzepten – und ganz besonders den weiteren Gewinnern des Wettbewerbs. Wir freuen uns auf eine enge künftige Zusammenarbeit, denn Startup-Förderung darf nicht an regionalen Grenzen enden: Nur im Schulterschluss können wir das deutsche Startup-Ökosystem nachhaltig stärken und international sichtbar machen.“

Ziel ist es, Unternehmertum in Forschung und Lehre an den Partnerhochschulen – der Frankfurt School of Finance & Management und den drei Rhein-Main-Universitäten (RMU) mit der Goethe-Universität Frankfurt, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der TU Darmstadt – stärker zu verankern. Gleichzeitig werden Talente entlang ihrer Gründungsreise begleitet, der Zugang zu Kunden und Kapital erleichtert und das Zusammenspiel von Hochschulen, Investor:innen und Industrie systematisch gestärkt.

„Wir werden Gründung zu einer selbstverständlichen Karrieremöglichkeit für Forschende und Talente machen“, erklärt Melissa Ott, Managing Director von Futury, “mit besten Bedingungen, relevanten Partner:innen und einem Ökosystem, das Startups von der Idee bis zur Skalierung unterstützt und vorantreibt“.

Holzer,Harald
Harald Holzer, Leiter HIGHEST – Innovations- und Gründungszentrum der TU Darmstadt

„Der Gewinn im Leuchtturmwettbewerb ist ein starkes Signal – für die Zukunft unserer Wirtschaft und für die Innovationskraft der Region. Mit der Future Factory schaffen wir einen hochdynamischen Ort für DeepTech, Unternehmertum und Technologietransfer. In Zeiten ökonomischer Unsicherheit setzen wir damit gezielt auf Wachstum durch Innovation und bauen an einem nachhaltigen Fundament für die Wertschöpfung von morgen.“

Politische und wissenschaftliche Stellungnahmen:

Boris Rhein, Ministerpräsident des Landes Hessen, dankt Futury und seinen Partner:innen: „Hessen ist stolz auf seine exzellenten Universitäten und die enorme Stärke in Forschung und Wissenschaft. Wir sind stolz, dass die Rhein-Main-Region mit Futury einer der Gewinner dieses wichtigen Wettbewerbs wurde. Futury zeigt eindrucksvoll, wie akademisches Wissen und wirtschaftliche Umsetzung Hand in Hand gehen können. Jetzt gilt es, das Ökosystem in Rhein-Main und darüber hinaus weiter zu stärken und zusammenzuführen, um mehr Schlagkraft entwickeln zu können. Hierzu starten wir das Projekt HandinHand@Startupland.“

Alexander Schweitzer, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz: „Mit Futury entsteht ein länderübergreifender Knotenpunkt, der Wissenschaft, Industrie, Investoren und Politik vernetzt. Genau solche Allianzen brauchen wir, um aus akademischem Fortschritt echten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen – auch und gerade in den Bereichen, in denen wir bereits heute internationale Exzellenz vorweisen können.“

Prof. Dr. Nils Stieglitz, Präsident und Geschäftsführer der Frankfurt School of Finance & Management: „Deutschland braucht mehr Gründergeist – nicht nur in Worten, sondern in Taten. Als Wirtschaftsuniversität werden wir eine Schlüsselrolle übernehmen: Wir schaffen Netzwerke, vermitteln unternehmerisches Know-how und die Kompetenz, aus Ideen tragfähige Geschäftsmodelle zu machen. Ein ausgeprägter Gründergeist und privates Unternehmertum sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands.“

Prof. Dr. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt und Sprecher der Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU): „Die Region zwischen Darmstadt, Frankfurt und Mainz hat mit ihrer außerordentlichen Dichte an Wissenschaftseinrichtungen und forschungsstarken Firmen das Potenzial, ein führender Innovationshub in Europa zu werden. Die neue Factory wird mit schnellen Prozessen, klaren Finanzierungsmöglichkeiten und guten Kontakten zu Industriepartnern den direkten Zugang zu Märkten öffnen. Sowohl für die Goethe-Universität als Gründung aus der Gesellschaft für die Gesellschaft als auch für die gesamte RMU gehört es zur DNA, auch Verantwortung für die Umsetzung wissenschaftlicher Exzellenz in die Gesellschaft und in die Wirtschaft zu übernehmen.“

Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz: „Für die JGU ist Futury ein wichtiger Baustein in der Umsetzung ihrer Transferstrategie. Besondere Synergien erwarten wir mit Blick auf die Entwicklung des Life Science-Standorts Mainz und mit Blick auf die Biotechnologie-Initiative RLP. Aus Sicht der JGU zahlt es sich aus, auf starke Partner aus der Allianz der Rhein-Main-Universitäten und der ganzen Rhein-Main-Region zu setzen. Der Erfolg von Futury, unserer Startup Factory im Leuchtturmwettbewerb, ist ein deutlicher Beleg für die erfolgreiche länderübergreifende Zusammenarbeit im Rhein-Main-Gebiet. Dankbar sind wir den privaten Partnern, ohne deren finanzielle Beteiligung dieser Erfolg nicht möglich wäre.“

Foto von Prof. Dr. Tanja Brühl mit Mikrofon
Prof. Dr. Tanja Brühl, Präsidentin der TU Darmstadt

„Die kraftvolle Unterstützung von Ausgründungen ist bestimmender Teil unseres Selbstverständnisses als Technische Universität. Im starken Verbund mit Futury werden wir fortan das enorme Gründungspotenzial der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main noch wirkungsvoller freisetzen. Wir bauen die Brücke zwischen Spitzenforschung und Innovationskraft konsequent aus, indem wir ihr neue Elemente hinzufügen. Mit Futury transformieren wir so die Anziehungskraft, die die Region heute schon besitzt, in einen Magneten mit unwiderstehlicher Sogwirkung – regional, national und international. Wir schaffen ein Sprungbrett für Ideen, aus denen Innovationen mit zukunftsgestaltendem Impact werden. Mein herzlicher Dank gilt allen, die bereit sind, uns im Umsetzen dieser Vision zu unterstützen!“

Futury wird zum Förderstart im Oktober 2025 durch frühe Gründungsförderung, Vermittlung von Entrepreneurship-Know-how, Zugang zu Industrie und Kapital sowie durch den Aufbau strukturierter, zielgruppenspezifischer Programme Studierende, Forschende und Startups in und aus der Rhein-Main-Region heraus entlang der Gründerjourney unterstützen. Mit IP4shares bspw. wird es ab sofort den Universitäten möglich, exzellente Forschung mit unternehmerischem Tatendrang zu verbinden sowie praxisnahe Verwertungschancen zu realisieren. Investoren wird dadurch Zugang zu starken, geschützten Innovationsprojekten geboten.

Der Ansatz von Futury ist dabei industriegetrieben. Mit 130 Projektpartner:innen aus der Industrie, 50+ Netzwerkpartnern, Mentor:innen und Investor:innen arbeitet Futury zusammen. Erstmals wird dabei im Rahmen des EXIST Leuchtturmwettbewerbs nun die Wissenschaft als gleichwertiger Partner:innen systematisch in die Arbeit von Futury integriert. Mit den vier Partnerhochschulen entsteht ein akademisch verankerter Innovationsraum, in dem Unternehmertum in Forschung und Lehre mitgedacht und gefördert wird. Ab September 2025 stellt Futury Capital Gründer:innen mit dem neuen Futury Fund III – Zielvolumen von 40 Millionen Euro – weiteres Wagniskapital zur Verfügung.

Dabei fokussiert Futury auf fünf strategische Industriecluster, die sich an den wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Stärken der Rhein-Main-Region orientieren:

Lifescience & Healthcare, Aviation & Space, Banking & Finance sowie die Technologiecluster Data & KI und Deep Tech & Green Tech.

Mit der Förderung im EXIST Leuchtturmwettbewerb erhält das Projekt nun Rückenwind auf höchster Ebene, um seine Wirkung national wie international auszubauen. Der Auswahl gingen neun Monate Konzeptentwicklung voraus, in denen 15 Projekte bundesweit gefördert wurden. Die Jury – darunter Expert:innen wie Dr. Tanja Emmerling, Prof. Dr. Helmut Schönenberger, Franziska Teubert und weitere renommierte Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik – traf ihre Entscheidung im Juni.

Futury steht mit dieser Auszeichnung in den kommenden fünf Jahren als die industriegetriebene Startup Factory an der Spitze einer neuen Gründungsdynamik – mit dem Ziel, aus der Rhein-Main-Region heraus Deutschland als führenden Standort für wissensbasierte Startups nachhaltig zu stärken. Durch den Zusammenschluss von Hochschulen, Investoren und etablierten Unternehmen soll eine signifikante Steigerung der Anzahl und Qualität innovativer, wissensbasierter und wachstumsorientierter Ausgründungen bzw. Startups durch die Aktivitäten der Startup Factories erreicht werden.

Ermutigt durch den gewonnenen EXIST Leuchtturmwettbewerb, baut Futury nun zielstrebig strategische Partnerschaften aus in den Bereichen Förder- und Industriepartner:innen, Wissenschaft, Startups, Investor:innen und Mentor:innen und entwickelt mit diesen jeweils zielgruppenspezifische Formate, um gemeinsam die nächste Generation von Gründer:innen zu fördern. 1.000 neue Startups bis 2030 mit Fokus auf Ausgründungen aus der Wissenschaft lautet das definierte Ziel. Unterstützt wird Futury dabei in den kommenden fünf Jahren von Förderpartnern aus Industrie und Philanthropie: Bain & Company, Commerzbank, Condor, Consortium, Deutsche Bank, Deutsche Börse Group, d-fine, DZ Bank, Goldbeck, Helaba, InfraServ Hoechst, Maingau, Mainova, Merck, Merz, Metzler, P&G, PWC, SAENTIS Family Office, Schaeffler, Viega, WISAG, XAI technologies, Stiftung Giersch, Werte-Stiftung und Mainzer Wissenschaftsstiftung.

Futury

Futury ist eine Innovations- und Gründungsplattform mit Sitz in Frankfurt am Main. In enger Zusammenarbeit mit Universitäten, Unternehmen, Investor:innen und der Politik fördert Futury unternehmerisches Denken, nachhaltige Gründungen und den strukturierten Transfer wissenschaftlicher Exzellenz in den Markt. Ziel ist es, ein dynamisches und professionell vernetztes Innovationsökosystem zu etablieren.

Bleib auf dem Laufenden mit dem HIGHEST-Newsletter