Darmstadt, 1. Oktober 2025. Mit einem kompakten Abschluss- und Vernetzungsevent in der Flow Factory hat HIGHEST heute die erste Förderrunde des HIGHEST Company Builders beendet – und gleichzeitig die Weichen für Runde zwei gestellt. Auf der Bühne: prägnante Pitches aus Deep-Tech und High-Tech, ehrliches Feedback von Gründer:innen und Mentor:innen sowie ein klarer Ausblick auf Skalierung, Finanzierung und Kooperationen.
Der Company Builder in Kürze
Der HIGHEST Company Builder ist das Programm für hessische Deep-Tech-Start-ups auf dem Weg von der wissenschaftlichen Idee zum marktfähigen Unternehmen. Ziel ist es, Teams schneller marktfähig und schneller finanzierungsfähig zu machen – mit First-Class-Mentoring, strukturierten Sprints und gezieltem Matching zu Business-Expert:innen, Investor:innen und Partnern. Fokus: wissenschaftlich fundierte Zukunftstechnologien mit hohem Skalierungspotenzial. Mehr: highestbuilder.com
„Mit dem Company Builder wollen wir aus bahnbrechenden wissenschaftlichen Ideen die erfolgreichen Unternehmen von morgen schaffen – getragen von mutigen Gründer:innen, begleitet von erfahrenen Mentor:innen und dem starken Netzwerk unserer Partner FUTURY, des Venture Mentoring Teams, von HIGHEST und der TU Darmstadt sowie aller hessischen Hochschulen. Die ersten Projekte zeigen das enorme Potenzial – von Förderungen über Finanzierungen bis zu Kontakten in führende Corporates. Das ist erst der Anfang“, sagt Harald Holzer (HIGHEST).
Aus den Rückmeldungen der geförderten Teams: mehr Fokus, schnellere Fortschritte, klarere Marktstrategien, strukturierte Arbeitsweisen, aufgebauter B2B-Vertrieb – und Unterstützung „genau zum richtigen Zeitpunkt“.
Feedback der Mentor:innen
Die Mentor:innen Axel Kirbach, Bernd Hetterscheid, Christina Eisenbarth, Christopher Taegert-Kilger, Georg Fischer, Laurent Guyard, Liye Maeyama, Martin Krech, Michael Gaenzler, Rainer Hetzer, Thomas Biermann und Yannik Ambach hoben in ihren Kurzstatements den stringenten Prozess und die konsequente Marktvalidierung hervor: Durch strukturierte Sprints und frühe Kundengespräche wüssten die Teams heute klarer, wohin und wie sie gehen. Als zentraler Erfolgshebel wurde das geöffnete Netzwerk genannt – bis hin zu Pilotkunden, Corporate-Kontakten und Expert:innen. Für die nächste Runde empfehlen sie, Go-to-Market, Produktkommunikation und Storytelling noch gezielter zu schärfen, um die Positionierung investierbarer zu machen. Zudem sollten Sales-Strukturen, B2B-Playbooks und Partnering früher verankert werden, um Traktion schneller zu skalieren. Der Company Builder unterstütze wirksam bei Förderlogik und Finanzierung: EXIST-Anträge und weitere Förderungen würden gezielt vorbereitet, die Pipeline werde messbar professioneller und schneller.
Pitch-Highlights aus Runde 1
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Aperio Space (TU Darmstadt): Skalierbare, resiliente Satellitennetze dank On-Board-Software für dynamisches Routing und garantierte Datenraten; SDN-Controller vernetzen Satelliten in Echtzeit (Patent angemeldet).
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Borionics (TU Darmstadt): Neues Verfahren zur Herstellung leistungsstarker, langlebiger, ökologischer und wirtschaftlicher Elektrolyte für Superkondensatoren.
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Dentero (Goethe-Universität): KI-gestützte SaaS reduziert Bürokratie in Zahnarztpraxen – automatisierte Dokumentation und Abrechnung.
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Inflabi (TU Darmstadt): Sicherer, kompakt faltbarer und wieder aufpumpbarer Fahrradhelm – bequem, verstaubar, ästhetisch.
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MimoSense (TU Darmstadt): Flexibler Multimodal-Sensor misst gleichzeitig Beschleunigung, Schwingung und Kraft – mit Plug-and-Play-Elektronik und Software.
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Modulux3D (Goethe-Universität): Laserbasiertes 3D-Bioprinting für realistische Gewebemodelle – effizientere, präzisere präklinische Tests.
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SustainCore (Universität Marburg): Verwertung komplexer Verbundabfälle (z. B. Windrad-Rotorblätter) via mobile Pyrolyse und digitale ESG-Transparenz.
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WeLearn (Goethe-Universität): KI-gestützte Lernplattform für individuelles, selbstgesteuertes Lernen; entlastet Lehrkräfte, steigert Motivation via Community und Gamification.
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Zenaris (TU Darmstadt): One-Click-TV-System für ältere und pflegebedürftige Menschen – gegen digitale Isolation.
Ausblick auf Runde 2
Die Learnings aus der ersten Runde fließen direkt in die nächste Kohorte ein – mit Fokus auf Marktreife, Finanzierungsfähigkeit und Corporate-Zugänge. Über die Future Factory steht ein wachsendes Netzwerk mit 100+ Unternehmen bereit, internationale Expertise inklusive. Klar ist auch: Wir brauchen mehr Gründer:innen für diese Reise – und arbeiten aktiv daran, Talente aus hessischen Hochschulen zu gewinnen.
Text: Claudia Becker