Universität möchte Stärken aus Forschung, Lehre und Transfer in Umsetzung einbringen
Darmstadt, 30. September 2026. Anlässlich der Debatte im Hessischen Landtag begrüßt die Technische Universität Darmstadt (TUDa) die strategische Ausrichtung der „Start-up-Strategie Hessen 2030“. Die Universität sieht insbesondere in der stärkeren Verbindung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gründungsökosystem große Chancen und möchte ihre Erfahrungen und Stärken aktiv in die weitere Umsetzung einbringen. HIGHEST, das Innovations- und Gründungszentrum der TUDa, hat bereits an der Entwicklung der Strategie mitgewirkt und Best Practices sowie Bedarfe aus der Gründungsförderung eingebracht.
Auf einen Blick:
- HIGHEST hat bei der Entwicklung der Start-up-Strategie Hessen 2030 Best-Practices und Entwicklungsbedarfe eingebracht.
- Die TU Darmstadt sieht insbesondere bei DeepTech und GreenTech Bedarf an Kapital, Infrastruktur und verlässlichen Rahmenbedingungen.
- Laut einer Auswertung von Startupdetector.de stammt hessenweit die größte Anzahl an wissenschaftsbasierten Ausgründungen aus der TUDa. Vier von fünf Darmstädter Start-ups sind auch nach fünf Jahren noch am Markt.
Prof. Dr. Tanja Brühl, Präsidentin der TU Darmstadt:
„Wir begrüßen die Start-up-Strategie Hessen 2030 und ihren Ansatz, Wissenschaft, Wirtschaft und Gründungsökosystem noch enger miteinander zu verzahnen. Dabei denken wir die Missionen unserer Universität konsequent zusammen: Forschung, Lehre und Dritte Mission greifen ineinander und entfalten im Zusammenspiel ihre Wirkung. Als TU Darmstadt wollen wir unsere wissenschaftliche Stärke und unsere Erfahrung in der Gründungsförderung einbringen, damit aus innovativer Forschung noch häufiger erfolgreiche Unternehmen für Hessen entstehen.“
Harald Holzer, Geschäftsführer von HIGHEST – Innovations- und Gründungszentrum TU Darmstadt:
„Bei technologiegetriebenen Gründungen entscheidet sich der Erfolg nicht allein an der Qualität einer Idee. Gerade DeepTech-Start-ups brauchen Kapital, Infrastruktur und verlässliche Rahmenbedingungen, um aus der Forschung heraus wachsen zu können. Jetzt kommt es darauf an, diese Voraussetzungen gemeinsam mit Wissenschaft, Wirtschaft und Investoren in die Praxis zu übersetzen.“
DeepTech braucht Kapital, Infrastruktur und starke Strukturen
Aus Sicht der TU Darmstadt ist ein Fokus auf DeepTech und GreenTech besonders relevant. Forschungsnahe, technologiegetriebene Gründungen benötigen Zeit, Kapital und eine leistungsfähige Infrastruktur. Die gezielte Stärkung von Standorten, an denen wissenschaftliche und technologische Kompetenzen bereits gebündelt sind, kann deshalb wesentlich dazu beitragen, Innovationen schneller in die Anwendung zu bringen. Ein Beispiel für das Potenzial von Ausgründungen aus der TUDa ist das Laserfusions-Start-up Focused Energy.
Die Startup Factory FUTURY, die die Rhein-Main Universitäten (RMU) – TU Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt und Johannes Gutenberg Universität Mainz – und die Frankfurt School of Finance and Management gemeinsam mit Futury aufgebaut hat, zeigt, wie Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam in Gründungsstrukturen investieren können. „Mit FUTURY haben wir gezeigt, dass privates Kapital mobilisiert werden kann, wenn Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam tragfähige Strukturen schaffen”, sagt Holzer. „Die Start-up-Strategie bietet die Chance, solche Strukturen weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Kapitalgebern nachhaltig zu stärken.“
Gemeinsam Gründungsstandort Hessen stärken
Die TU Darmstadt bietet an, ihre Erfahrungen aus den Bereichen Forschung, Transfer und Gründungsförderung in die weitere Ausgestaltung und Umsetzung der Start-up-Strategie einzubringen. Gemeinsam mit dem Land und seinen Partner:innen möchte sie dazu beitragen, Hessen als Gründungsstandort weiterzuentwickeln.