TU Darmstadt-Team autonomIQ erfolgreich beim „Hessen Ideen“-Wettbewerb
Das Gründerteam autonomIQ der Technischen Universität Darmstadt hat beim diesjährigen „Hessen Ideen“-Wettbewerb den dritten Platz erreicht. Die Preisverleihung fand am 15. September im Lokschuppen Marburg im Rahmen des zehnjährigen Jubiläums von Hessen Ideen statt.
Das Team – bestehend aus Dr.-Ing. Felix Hoffmann, Erkut Sarikaya, Erik Ebert, Eduardo Reis, Julius Frenzel, Franziska Lange und Young-Min Kong – entwickelt eine KI-gestützte Software zur Automatisierung der Arbeitsvorbereitung und CAM-Programmierung in der zerspanenden Fertigung. Die Lösung verbindet künstliche Intelligenz mit physikalischer Prozesssimulation und ermöglicht es, Bearbeitungsschritte für CNC-Werkzeugmaschinen schneller, einfacher und kosteneffizienter zu programmieren – ohne teure Zusatzlizenzen oder Cloud-Anbindung. Die Jury hob das große Potenzial hervor, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie entscheidend zu stärken.
Die Idee entstand aus Forschungsarbeiten am Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) im Fachbereich Maschinenbau der TU Darmstadt. Mit Unterstützung durch den EXIST-Forschungstransfer gelang der Schritt in Richtung Gründung.
„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, sagt Erkut Sarikaya, CEO von autonomIQ. „Der Preis ist für uns Ansporn, unsere Technologie weiterzuentwickeln und die Fertigung intelligenter zu machen.“
Zehn Jahre Hessen Ideen – ein Erfolgsmodell
Der Hessen Ideen-Wettbewerb wurde 2016 ins Leben gerufen und ist heute ein zentraler Baustein der hessischen Gründungsförderung. Seitdem haben fast 500 Teams von Studierenden, Forschenden und Alumni ihre Geschäftsideen präsentiert und weiterentwickelt. Ziel ist es, Unternehmergeist an Hochschulen zu fördern und Lösungen sichtbar zu machen, die gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme adressieren.
Wissenschaftsminister Timon Gremmels betonte in seiner Festrede: „Zehn Jahre Hessen Ideen – das bedeutet zehn Jahre voller Kreativität, Mut und Innovation an unseren Hochschulen. Viele der Gründungen, die daraus hervorgegangen sind, tragen heute aktiv zur Zukunftsfähigkeit Hessens bei.“
Die Preisträger 2025
Den ersten Preis gewann das Projekt MindShift von der Philipps-Universität Marburg, das eine Technologie zur gezielten Neurostimulation gegen Depressionen und Angststörungen entwickelt. Auf den zweiten Platz kam BMDNow von der Goethe-Universität Frankfurt mit einer automatisierten Lösung zur Knochendichtemessung aus Routine-CTs. Den dritten Platz belegte die TU Darmstadt mit autonomIQ, einer KI-gestützten Software zur einfacheren und effizienteren Programmierung von CNC-Werkzeugmaschinen. Der Sonderpreis ging an das Projekt BERT der Technischen Hochschule Mittelhessen, das eine mobile Testkammer für Kleinsatelliten entwickelt. Darüber hinaus erhielt das Team Hairconomy, ebenfalls von der TH Mittelhessen, den Publikumspreis für einen KI-gestützten Friseurstuhl zur Optimierung von Abläufen im Salon.
Stolz auf das TU-Team
Mit dem dritten Platz unterstreicht autonomIQ einmal mehr das große Potenzial, das in forschungsnahen Gründungsideen der TU Darmstadt steckt. HIGHEST gratuliert dem Team herzlich zu diesem Erfolg und wünscht viel Energie auf dem weiteren Weg von der Ausgründung zur erfolgreichen Unternehmensentwicklung.
Heike Jüngst