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15. Juli 2026

TU-Doktorand und reperks starten in neues „Vordenker Fellowship“

GARBE und Futury fördern zwei Ideen für die Immobilienwirtschaft

GARBE und Futury fördern zwei Ideen für die Immobilienwirtschaft

Christoph Ehler und das Gründerteam reperks mit Timon Ivens und Robin Lais sind die ersten Stipendiaten des Förderprogramms „Futury Vordenker Fellowship powered by GARBE“. Das Immobilien- und Infrastrukturunternehmen GARBE und die Startup Factory Futury zeichneten sie auf ihrer Vordenker Konferenz 2026 aus. Beide Projekte überzeugten die Jury durch ihr Potenzial für die Immobilienwirtschaft.

Datengestützte Bewertung und automatisierte Abrechnung

Christoph Ehler promoviert an der TU Darmstadt im Fachbereich Corporate Finance bei Prof. Dr. Dirk Schiereck und ist zugleich als Doktorand am Real Estate Institute der Frankfurt School of Finance & Management tätig. Um die immobilienwirtschaftliche Expertise in die Betreuung der Promotion einzubinden, übernimmt Prof. Dr. Kerstin Hennig von der Frankfurt School die Zweitkorrektur.

Im Rahmen seiner Forschung entwickelt Christoph Ehler ein Machine-Learning-Modell zur automatisierten Immobilienbewertung und zur Prognose von Immobilienpreisen. Auf Basis großer Datenmengen soll das Modell Immobilien objektiver bewerten und die Faktoren, die ihren Wert bestimmen, präziser identifizieren. Davon sollen insbesondere die Immobilienentwicklung, das Transaktionsmanagement und das Portfoliomanagement profitieren.

In der Branche entscheiden bislang oft Erfahrung und Bauchgefühl. Ehler will das ändern. „Mein Ziel ist es, datengestützte Werkzeuge stärker in der Immobilienwirtschaft zu verankern“, sagt er. „Das Fellowship gibt mir die Möglichkeit, den wissenschaftlichen Ansatz hinter meinem Modell in die Praxis zu übertragen.“

reperks setzt an einer anderen Stelle an. Das Gründerteam entwickelt einen KI-Agenten für die Nebenkostenabrechnung. Die Software bearbeitet den Prozess vom Rechnungseingang bis zum Widerspruchsmanagement. Standardfälle erledigt sie selbst, komplexe Vorgänge legt sie den Mitarbeitenden zur Prüfung vor. Erste große Immobilienverwalter testen die Lösung im Pilotbetrieb. Bisher liegt der Schwerpunkt auf dem Wohnbereich, als Nächstes folgt der Gewerbebereich.

Fellowship mit Mehrwert

Das Programm verbindet Geld, Beratung und Zugang. Die Gewinner erhalten eine Förderung von insgesamt 10.000 Euro. Dazu kommt ein zwölfmonatiges Executive Mentoring durch Fachleute von GARBE. Außerdem bindet Futury die Stipendiaten in sein Netzwerk ein. Hinter Futury stehen 33 Partner aus Unternehmen und Stiftungen sowie vier Hochschulen, darunter die TU Darmstadt. Als eine von bundesweit zehn Startup Factories erhält Futury bis zu zehn Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt.

Melissa Ott, Geschäftsführerin bei Futury, erklärt den Anspruch des Programms: „Wir möchten herausragende Talente fördern, die mit ihren Ideen die Immobilien- und Bauwirtschaft voranbringen.“ Mit Christoph Ehler und reperks begleite Futury gemeinsam mit GARBE zwei Talente dabei, ihre Ideen in tragfähige Lösungen zu übersetzen.

Thomas Kallenbrunnen, Geschäftsführer von GARBE Capital & Strategy und GARBE Infrastructure, sieht in beiden Projekten überzeugende Antworten auf Fragen der Branche: „Unser Ziel ist es, die Weiterentwicklung zu begleiten und den breiten Einsatz in der Praxis vorzubereiten.“

Für die Gewinner zählt vor allem der Weg vom Konzept zur Anwendung. Das Mentoring durch GARBE öffnet ihnen den Zugang zu einem etablierten Immobilienunternehmen mit rund 600 Fachleuten in 14 Ländern. Das Netzwerk von Futury verbindet sie mit Wirtschaft, Wissenschaft und Kapital. So können Christoph Ehler und reperks ihre Ansätze dort erproben, wo sie später wirken sollen: in der Praxis der Immobilienwirtschaft.

Autorin: Heike Jüngst

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