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23. September 2026

Zwei TU-Start-ups im Finale des Hessischen Gründerpreises

2 TU Startups Hessischer Gründerpreis-Finalisten 2026

Bioprinting und offene Maschinensteuerung: Mit Fablon und QiTech Automation stehen gleich zwei Start-ups der TU Darmstadt im Finale des Hessischen Gründerpreises 2026 in der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“. Dritter Finalist ist die Mamaye GmbH aus Neu-Isenburg. Die Entscheidung fällt am 6. November in Offenbach.

Milan vom Bussche, Gründer von QiTech

Team Fablon

Prof. Dr. Andreas Blaeser

Technologisch trennen die beiden Darmstädter Teams Welten. Unternehmerisch stehen sie vor derselben Aufgabe: eine technisch überzeugende Idee so weit zu entwickeln, dass sie unter realen Industriebedingungen besteht. Die Jury haben sie damit bereits überzeugt. Jurorin Katja Farfan von Hessenmetall bescheinigte allen zwölf Halbfinalisten Pitches auf „sehr hohem Niveau“, die Entscheidung sei der Jury nicht leichtgefallen. An die Finalisten gerichtet sagte sie: „Ihr bringt Wind in die Industrie. Wir sehen uns im Finale.“

Fablon: Bioprinting im Industriemaßstab

Fablon ist aus dem Fachgebiet BioMedizinische Drucktechnologie der TU Darmstadt hervorgegangen. Das Team um Michael Schaberger, Robin Maatz, Prof. Dr. Andreas Blaeser und Prof. Dr. Thomas Herget entwickelt eine modulare Plattform, mit der sich biologische Prozesse vom Labor in die skalierbare Produktion übertragen lassen sollen. Erster Anwendungsfall ist kultiviertes Fleisch, später soll unter anderem gedruckte Haut folgen. Der technologische Ansatz ist validiert, eine maßgeschneiderte Maschinenplattform befindet sich in der Entwicklung, und erste Gespräche mit der Industrie laufen.

QiTech Automation: Offene Software statt geschlossener Steuerung

QiTech Automation will die Programmierung von Industriemaschinen aus proprietären Steuerungsumgebungen lösen. Gegründet hat das Spin-off Maschinenbaustudent Milan von dem Bussche. Sein Ansatz setzt auf Open Source: Die Maschinen werden direkt über einen Linux-Rechner und den Industriestandard EtherCAT gesteuert. So sollen sich moderne Entwicklungsprozesse und KI-Anwendungen leichter in die Automatisierung einbinden lassen. Den ersten Praxistest hat die Software bereits bestanden: Im ersten Quartal 2026 setzte QiTech ein Pilotprojekt mit dem Steuerungshersteller WAGO um.

Gewinn unabhängig vom Ausgang

Seit 2003 zeichnet der landesweite Wettbewerb Gründer:innen, Nachfolger:innen, Start-ups und Hochschulteams aus Hessen aus. Von der Teilnahme profitieren die Finalisten unabhängig vom Ergebnis: Der Hessische Gründerpreis bietet Pitchtrainings, Zugang zu Netzwerken und mediale Aufmerksamkeit. Zudem winkt die Chance auf eine Nominierung für den Deutschen Gründerpreis.

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